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20. July 2010

hallo liebe Besucher, seit meinem Unfall sind nun inzwischen 5 Monate vergangen und ich möchte Euch berichten, wie es mir geht.
Als ich nach ungefähr acht Wochen endlich den lästigen Verband losgeworden bin, hat man mir doch tatsächlich so ein komisches Ding aus Plastik um den Hals gebunden, damit ich nicht an der Operationswunde lecken kann. Ich sah aus als wäre ich in einen Trichter gefallen - und mit dem Kopf stecken geblieben. Siehe Photo - sieht doch lächerlich aus, oder?
Zu meinem Glück mußte ich den Trichter, er wird auch Halskrause genannt, nur eine Woche tragen. Danach war die Wunde von der Operation soweit geheilt, das ich ihr mit meiner rauen Zunge nicht mehr schaden konnte. Nun ging es mit meiner Genesung gut voran. Einziges Manko, ich durfte nicht springen. Nach einiger Zeit mußte ich zur Kontrolle in die Klinik. Dabei zeigte sich, das sich eine Schraube, von den insgesamt 11, aus der Metallplatte gelöst hat. Somit wurde ich in der ersten Juniwoche nochmals operiert und die lose Schraube entfernt.
Jetzt inzwischen geht es mir aber wieder gut und ich kann wieder laufen und darf auch mal springen, wenn es nicht zu hoch ist. Wenn ich jetzt in die Stube gelaufen komme, sagen meine Dosenöffner manchmal, da kommt der Kater mit dem Holzbein, weil ich die rechte Pfote nicht mehr so leise aufsetzen kann. In diesen kleinen Film kann man das auch erkennen.

Durch diesen Unfall wird mein Bein leider steif bleiben und ich werde für immer mit der Platte in meinem Bein leben müssen. Seitdem habe ich aber auch wieder abgenommen. Immerhin schon 1,5 kg, und hoffe das es noch mehr wird.

* * * *

21. März 2010

Hallo Leute,
seit ich mich das letzte mal zu Wort gemeldet habe, ist hier bei uns doch so einiges geschehen.
Das schlimmste ist jedoch der Unfall den ich am 16. Februar 2010 hatte.
Ronni und ich waren nachmittags allein in der Wohnung und ich lag in Inges Sessel. Dann wollte ich es mir auf der Couch gemütlich machen. Der kürzeste Weg dorthin führt über den Tisch (hätte ja niemand gesehen). Dabei bin ich aus versehen auf den Untersetzer für die Kaffeekanne getreten und abgerutscht. Ich bin abgestürzt und zwischen Tisch und Sessel gefallen. Weil hier wenig Platz ist, konnte ich mit nicht richtig abfangen, dazu auch noch mein Übergewicht, welches ich mir in den letzten Jahren angefuttert habe (immerhin 12 kg). Jedenfalls ist mir das nicht gut bekommen. An der rechten Pfote das Gelenk ausgerenkt und einen Finger gebrochen. Als mein Dosenöffner von der Arbeit kam, hat er mich sofort in ein Krankenhaus für Haustiere gebracht. Dort wurde ich geröntgt und am nächsten Tag hat man meine Pfote operiert. Ich habe jetzt eine Metallplatte in der Pfote die das Gelenk und den gebrochenen Finger stabilisiert, damit es besser heilen kann. Seitdem liege ich Zuhause, mit dick verbundener Pfote, in einer Art Einzelhaft, in einem Kinderreisebett. Ich darf nicht rumlaufen bzw. humpeln, da sonst meine Pfote nicht ordentlich heilen kann. Nun seht Euch das mal an.
Ist das nicht eine schöne Keule ?
Damit muss ich alle 4 bis 5 Tage in die Tierklinik zum Verbandswechsel. Ist aber nicht schlimm, denn die Ärzte und Pflegerinnen dort lieben mich. Denn ich halte immer ganz still und fauche und knurre nicht und versuche auch nicht zu beißen, sondern bin ganz lieb. Nur noch ein paar Wochen, dann bin ich hoffentlich wieder ganz der Alte.
So, das war es von mir. Was sonst noch so geschehen ist, kann Euch mein Kumpel Ronni erzählen.

* * * *

Sommer 2003

Stellt Euch mal vor, was mir letztens passiert ist.
In meiner Nachbarschaft wohnt eine gut aussehende ältere Dame. Ihr Name ist Carolin. Sie wohnt zwei Etagen unter mir im Erdgeschoss. Dort hat Sie eine Terrasse und einen schönen großen Garten als Auslauf zur Verfügung. Leider ist da bei dem letzten Sturm ein Baum abgebrochen. Von dort unten muss sie mich mal gesehen haben, wenn ich am Fenster sitze und nach den Vögeln Ausschau halte. Immerhin bin ich ein stattliches Kerlchen und nicht leicht zu übersehen. Gerne würde ich sie mal näher kennenlernen (nur zum Schmusen, denn ich bin ja kastriert), aber mein Dosenöffner will mich nicht zu ihr lassen.
So bleibt mir also nichts anderes übrig, als Carolin hin und wieder von unserem Balkon aus heimlich anzuhimmeln. Damit sie nicht denkt ich würde sie beobachten, guck' ich auch zwischendurch mal nach den Ringeltauben, Eichelhähern und den Eichhörnchen.
Beim letzten Mal müssen ihr jedoch meine sehnsüchtigen Blicke aufgefallen sein. Denn als ich nach geraumer Zeit einen zweiten Blick nach unten riskierte, liegt Carolin dort auf dem Rücken und bietet sich mir in schamloser Pose an. Ich war im ersten Augenblick dermaßen schockiert, dass ich gar nicht nicht wusste, was ich miauen sollte. Mein Dosenöffner sollte ihr mal mitteilen, das ich kastriert bin und meine Liebe zu ihr nur platonisch ist.
Na ja, und dann habe ich noch den Fehler gemacht und Ronni davon erzählt.
Ihr könnt's mir glauben, er wollte sich darüber schlapp lachen.

© Dirk Elbert