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Ronni

Mein Name ist Ronni.
Geboren wurde ich am 8. September 2002 in Hamburg-Moorburg als eines von vier süssen Katzenbabys. Vier bedeutet, ich habe noch einen Bruder und zwei Schwestern. Wir vier sind so etwas wie Halbwaisen, denn unsere Mama konnte uns nicht sagen, wer unser Vater ist. An einem schönen Tag war sie am Deich spazieren um nach Mäusen Ausschau zu halten, als ihr ein stattlicher Kater, katzenmässig gesehen, über den Weg lief. Sie hatte sich auf der Stelle verliebt, ohne nach seinem Namen zu fragen. Nun ja, wir waren das Produkt dieser Liebe.
Unsere ersten Lebenswochen verlebten meine Geschwister und ich in der Wohnung von Andreas, unserem ehemaligen Dosenöffner. Er hat sich sehr liebevoll um uns gekümmert und uns auch immer mal wieder auf den Arm genommen um mit uns zu spielen und zu schmusen. Und wie haben wir es ihm gedankt? Wir sind durch seine Bude getobt wie ein Wirbelsturm. Nicht einmal, sondern ständig - wenn nicht gerade schlafen angesagt war. Was uns zwischen die Pfoten und kleinen Krallen kam, wurde gnadenlos geschreddert. Auch seine Musiksammlung haben wir mehr als einmal "aufgeräumt" oder die Videokassetten aus dem Bord entfernt, damit wir mehr Platz zum spielen hatten. Trotzdem hat Andreas nie mit uns geschimpft. Im Gegenteil, er hat uns geknuddelt und ist uns ständig mit diesem komischen Blitzding nachgerannt, um Bilder von uns zu machen.
Einige Zeit später, wir waren ungefähr 8 Wochen alt, kamen Dirk und seine Tochter zu Besuch und brachten einen Käfig mit. Vergitterte Tür, keine Fenster - nur Sehschlitze. Eine sogenannte Transportbox. Während Katrin mit uns spielte, tranken Andreas und Dirk noch ein Bier und klönten ein wenig über ihre Arbeit. Als das Bier ausgetrunken war, wurde ich von Dirk und seiner Tochter in die Transportbox gesetzt und in das Auto gestellt. Jetzt ging es in eine ungewisse Zukunft. Was würde mich erwarten? Dirk hatte sich zu mir gesetzt um mich zu trösten, während Katrin das Auto nach Norderstedt lenkte. Nach einer Fahrt von ungefähr 45 Minuten erreichten wir mein neues Zuhause.
Dort wurde ich erst einmal Dirk's Frau und einem grossen schwarzen Ungeheuer vorgestellt. So wie das sein Fell sträubte, schien es fürchterliche Angst vor mir zu haben. Dann erfuhr ich das das Ungeheuer auf den Namen Moorle hört und bereits seit 4 1/2 Jahren ebenfalls hier wohnte. Also habe ich mich vorsichtig mit ihm angefreundet. Seither darf ich mich hin und wieder zu ihm legen um ein wenig zu schmusen, oder ihm den Kopf und die Ohren waschen, was er dann auch gelegentlich für mich macht. Manchmal überkommt es mich jedoch, dass ich Moorle ärgern muss. Dann springe ich ihm auf den Rücken und versuche nach seinem Nacken zu schnappen. Das gefällt dem Grossen natürlich gar nicht, und er reagiert mit knurren, fauchen und zischen. Kurz darauf gibt es wechselseitig Ohrfeigen und dann purzeln und kugeln wir böse streitend durch die Wohnung. Dabei habe ich mir auch schon mehrmals einen Kratzer auf der Nase eingehandelt. Wenn das passiert, nennt Dirk mich immer "Schrammelnase". Nach ein paar Minuten ist der Streit jedoch vorbei und wir vertragen uns wieder.
An einem 13-ten, es war Mai aber kein Freitag, und ich acht Monate jung, verlor ich meine Männlichkeit. Dirk und Katrin brachten mich zum kastrieren zu dieser Tierärztin, die auch Moorle schon auf die selbe Weise "verstümmelt" hat. Sie ist trotzdem immer ganz nett und lieb zu ihren Patienten. Im Dezember soll ich wieder zu ihr - zum Impfen - was auch immer darunter zu verstehen sein mag.
Insgesamt kann ich jedoch sagen, Andreas hat eine gute Wahl getroffen, als er Dirk als neuen Dosenöffner für mich ausgesucht hat. Ich habe ein schönes Zuhause und einen grossen schwarzen Spielkameraden. Aber was das wichtigste ist: zweimal am Tag, morgens und abends, geht pünktlich die Dose auf, und ich bekomme ausreichend zu futtern. Ausserdem gibt es für mich einen schönen grossen Kratzbaum, auf dem man herrlich toben kann. Immer rum um den Stamm, auf der Jagd nach meinem eigenen Schwanz. Und wenn ich mal richtig schmusen möchte, besuche ich Dirk am PC und gehe zu ihm auf seinen Schoß. Nur dumm, dass da manchmal schon besetzt ist - von Moorle!
Dann geht die Streiterei wieder los - siehe weiter oben.



© Dirk Elbert