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22. März 2010

Guten Tag, liebe Gäste. Nachdem Moorle Euch von seinem Unfall berichtet hat, hat er mich gebeten von weiteren Neuigkeiten der letzten Jahre zu erzählen.
Nun denn, was er verschwiegen hat, ist, das er seit einem Jahr Dauergast bei unserer Tierärztin ist. Vor ca. einem Jahr hat sie festgestellt, das Moorle an Diabetes erkrankt ist. Seitdem wird er jeden morgen und Abend von unserem DÖ mit einer Nadel gepiekt. Dirk hat gesagt, das er Moorle mit der Nadel Insulin spritzt, damit es ihm wieder besser geht. Damit hatte er recht, denn Moorle hat in diesem einen Jahr, bis zu seinem Unfall, ungefähr zwei Kilogramm zugenommen.
Also kein Wunder, wenn der Dicke vom Tisch fällt.
Einiges erfreuliches ist aber auch geschehen. Die Tochter von Dirk hat inzwischen einen (menschlichen) Kater kennengelernt. Und weil sie ihn ganz doll lieb hat, haben sie Hochzeit gehalten. Katrin ist dann einige Zeit später eine Mama geworden, und hat ein Baby bekommen. Das ist, glaube ich, so etwas ähnliches wie ein Welpe. Das mussten Moorle und ich uns erst einmal unbedingt ansehen. Sie sagen Nick zu ihm und er ist jetzt schon etwas über zwei Jahre alt. Seitdem sagt Katrin zu unserem Dosenöffner manchmal Opa, dabei ist er doch ihr Papa. Merkwürdig !?!?

* * * *

Sommer 2003

Ich möchte Euch mal erzählen was mir passiert ist, als ich ungefähr sieben Monate jung war.
Ich hatte Moorle mal wieder etwas geärgert und wir waren bei unserem Streit kreuz und quer auf dem Flur umher getrudelt, als mir ein Tagtraum von einer hübschen Katze durch den Kopf schoss. So etwas merkwürdiges passierte mir in letzter Zeit häufiger. Wusste ich doch aber nicht, was es zu bedeuten hat. Ich beendete meinen Streit mit Moorle und erzählte ihm von diesen Träumen. Hatte ich doch sonst immer nur von kleinen Mäusen und Futter geträumt.
Moorle, als "alter Hase" und "Fachmann", erklärte mir nun, dass ich wohl langsam geschlechtsreif würde und bald all meine Träume Wirklichkeit werden könnten, wenn: ja, wenn! Und dann fiel das böseste aller Worte, welches ein junger Kater wie ich, hören kann - die KASTRATION nicht wäre. Er sagte mir, dass man mich bald zur Tierärztin bringen würde, und die entfernt mit einer kleinen Operation die Hoden. Danach wäre man nur noch ein "Tra-la-la"-Kater. Katzen ? - ADE !!!
"Tra-la-la"-Kater? Ich? Neee, nicht mit mir, dachte ich! In mir begann ein Plan zu reifen um dieser Schmach zu entgehen. Wie der Zufall es wollte, war zu dieser Zeit gerade Mario, der Sohn von Inge und Dirk, aus Berlin zu Besuch. Ich schlich mich also bei Mario als blinder Passagier ein, um zu entkommen. Wie ich vernommen hatte, soll Berlin weit weg sein und der Weg dorthin sehr lange dauern. Das hieß, um nicht zu verhungern, musste ich mir für die Reise Proviant beschaffen. Das ist jedoch dumm gelaufen. Ich stellte mich dabei schusselig an und wurde geschnappt. Zur Strafe landete ich im Knast - zum Glück im offenen Strafvollzug. Von dort konnte ich fliehen und mich erstmal unter der Heizung verstecken. Wieder wurde ich erwischt. Ergebnis - Knast (siehe oben). Aber ich gab nicht auf. Ich versuchte, durch das Treppenhaus zu entkommen. Moorle hat mich bei Dirk verpfiffen. Und wieder Knast. Als der Termin immer näher rückte, versuchte ich in meiner Verzweiflung sogar, mich vom Balkon zu stürzen. Doch auch das ist misslungen. Dirk hatte schon vorsorglich den Balkon vernetzt, um solche Vorhaben zu verhindern.

Mir ist letztlich nichts geblieben als mich mit meinem Schicksal abzufinden und ein "Tra-la-la"-Kater zu werden. Was geblieben ist, ist die Erinnerung an die schönen Träume von hübschen Katzen. Nach der OP habe ich noch einige Tage mit meinem Dosenöffner geschmollt. Doch jetzt besuche ich ihn immer häufiger zum schmusen auf seinem Schoß. Das macht auch Spaß, denn er kann mich so schön an den Ohren kraulen.
Ende der Geschichte.


© Dirk Elbert